Ein Licht für Dresden...
Informations- und Mobilisierungsveranstaltung für Dresden

Am Montag, den 08. Februar fand in Bremen eine Informations- und Mobilisierungsveranstaltung für den Trauermarsch anlässlich des 65. Jahrestages der vernichtenden Bombardierung Dresdens am 13.02. statt. Den Zuschauerinnen und Zuschauern wurde ein Dokumentarfilm gezeigt, der über Hintergründe, Planung und Durchführung des menschenverachtenden Kriegsverbrechens im Februar 1945 informierte. Anschließend besprachen die Anwesenden nochmals die Anreisemöglichkeiten zur Demonstration und sammelten zu diesem Zweck Spenden für die Reisebusse.

Inhaltlich spannte die gezeigte Dokumentation den Bogen von der Entstehungsgeschichte und kulturhistorischen Entwicklung Dresdens zu seiner nahezu vollkommenen Vernichtung in vier Angriffswellen alliierter Bomber- und Jägergeschwader. Neben dem britischen Historiker David Irving, der detailliert die Planung des damaligen britischen Premierministers Winston Churchill und die praktische Ausführung des verbrecherischen Befehls durch Arthur Harris (Oberkommandierender des RAF Bomber Command) erläuterte, kamen auch viele überlebende Zeitzeugen zu Wort und schilderten ihre traumatischen Erlebnisse.

Deutlich wurde, dass Dresden eine überfüllte Flüchtlingsstadt (es befanden sich 1,2-1,4 Millionen Menschen im Stadtgebiet, davon nur etwa 633.000 Einwohner) ohne kriegswichtige Industrie und ausreichenden Luftschutz war, die mit menschenverachtender Kalkulation angegriffen wurde: die Deutschen sollten kurz vor dem absehbaren Ende des Krieges demoralisiert und ihr Wille gebrochen werden; aber auch der Sowjetunion sollte angesichts eines sich zunehmend verschlechternden Verhältnisses innerhalb der Alliierten ein „Denkzettel“ gegeben werden, wozu Großbritannien „fähig“ war (Churchill). Dazu wurde der Tod von vermutlich über 250.000 Menschen in Kauf genommen, unter den Opfern vor allem Frauen, Kinder, ältere Personen, Flüchtlinge und dort arbeitende Kriegsgefangene: In der ersten von drei Angriffswellen kamen so Sprengbomben zum Einsatz, die Fenster, Türen und Häuser zerstörten, damit die darauf folgenden Phosphorbomben den zum ersten Mal in der Geschichte bewusst geplanten Feuersturm entfachten. Ziel waren dabei nicht die wenigen vorhandenen Industrieanlagen, sondern die Innenstadt – die Menschen.

„Es muß mit Nachdruck gesagt werden, daß, von Essen abgesehen, wir niemals ein besonderes Industriewerk als Ziel gewählt haben. Die Zerstörung von Industrieanlagen erschien uns stets als eine Art Sonderprämie. Unser eigentliches Ziel waren immer die Innenstädte.“ – Arthur Harris.

Es gab so viele Opfer, dass eine Beisetzung der Toten unmöglich war. In der Innenstadt wurden Leichenberge aufgetürmt und verbrannt. Am Folgetag, dem 14. Februar, machten tieffliegende alliierte Jäger Jagd auf die Flüchtlingstrecks, die aus der brennenden Stadt entkommen konnten. Am 17. April wurde Dresden noch ein letztes Mal zum Ziel eines Luftangriffes, der in der offiziellen britischen Geschichtsschreibung nie stattgefunden hat.

Die Zerstörung Dresdens steht exemplarisch für die Kriegsverbrechen der vermeintlich aufgeklärten „westlichen Welt“. Auch heute werden Nationen und Städte mit Bomben „demokratisiert“ – in Wirklichkeit geht es nie um die Menschen, sondern immer um die Macht. Erinnern heißt deshalb auch, aus der Vergangenheit zu lernen – setzt ein Zeichen – kommt alle nach Dresden!