Waller Beirat deckt auf: 
Karl-Peters-Straße ist böse und muss umbenannt werden

Wie am 07.05.2009 im „Weser-Kurier“ zu lesen war, habe der Waller Stadtteilbeirat einen Antrag von SPD und Grüne auf Umbenennung der Karl-Peters-Straße in Bremen-Walle einstimmig beschlossen. Begründet wird dieser Vorstoß damit, dass der Afrikaforscher und Kolonialist Karl Peters „nach dem heutigen Stand der Forschung als Rassist“ eingestuft würde.
Von ihm sei bekannt, dass er die Bevölkerung der von ihm geschaffenen Kolonie Deutsch-Ostafrika in übelster Weise behandelt habe. 1897 sei er deswegen aus dem Reichsdienst entlassen, jedoch 40 Jahre später von Adolf Hitler posthum rehabilitiert worden.

Diese fadenscheinigen, halbwahren Aussagen reichen den „Interessenvertretern“ aus, um den Namenswechsel, der selbstverständlich mit hohen Kosten und nerviger Bürokratie der Anwohner verbunden ist, durchzusetzen. In einem nächsten Schritt soll nun eine Anwohnerbefragung die Bereitschaft der Anlieger zu einer Straßenumbenennung ausgelotet werden.

Zu dem Rassismus- und Verbrechensvorwurf ist folgendes zu sagen: Der am 27. September 1856 in Neuhaus/Elbe geborene Karl Peters, der die deutsche Kolonie Deutsch-Ostafrika begründete, hat die schwarzen Eingeborenen stets als gleichwertige Mitmenschen respektiert. Die schwarzen Hilfstruppen in seinen Reihen (Askaris, Somalis) wurden sogar als Kameraden angesehen und entsprechend vorbildlich behandelt. Im Gegensatz zu den englischen Kolonialisten, die in ihrem Übermenschenwahn und übelstem Rassismus die einheimische Bevölkerung ausgeraubt, versklavt, gefoltert und hunderttausend fach ermordet haben, sahen es die Deutschen als ihre Pflicht, den Schwarzen zu helfen und ihnen einen Weg aus Armut, Chaos und Hunger zu zeigen. Das gute Verhältnis zwischen den Deutschen und den Schwarzen offenbart sich darin, dass es in deutschen Kolonien zu keinerlei Volksaufständen oder ähnlichem kam. Außerdem gibt es dort bis heute deutsche Straßennamen, Zeitungen und Ehrenmäler.
Wilhelm II. erkannte im Jahre 1914 schließlich die großen Verdienste Karl Peters an, und nachdem ihm der Titel eines Reichskommissars a. D. verliehen wurde, wurde ihm vom Kaiser eine jährliche Pension bewilligt. Der Zusammenbruch seines Vaterlandes blieb ihm erspart und so starb Peters vor seinem 63. Geburtstag am 10. September 1918 in Woltdorf. Die Stadt Hannover bot der Familie Peters ein Ehrengrab auf dem Engefohder Friedhof an, und so schlummert er dort noch heute inmitten anderer berühmter Männer. Seine deutsch-ostafrikanische Flagge, die er stets bei sich geführt, wurde ihm als schönster Schmuck mit in das Grab gegeben. Auf der einfachen Marmorplatte steht kurz und schlicht: Dr. Carl Peters.

Der historischen Unwissenheit um dem opportunistischen Aktivismus der etablierten Waller Stadtteilpolitiker muss Widerstand entgegengebracht werden. Die Straßenumbenennung bringt erhebliche Kosten und nervenaufreibende Lauferei wegen der damit verbundenen Änderungen von Ausweisen, Führerscheinen und anderen Urkunden mit sich.


NPD und freie Nationalisten aus Bremen:
"Wir treten ein für den Erhalt der Karl-Peters-Straße und machen uns stark gegen die unbegründete Umbenennung dieser Straße!"